Sonntag, 23. November 2014

Die mit längsten 2 Wochen meines Lebens

Also sie rangiert weit oben auf meiner liste der längsten 2 wochen. Was als "Transition" = Übergang, bezeichnet wird. Ich muss jetzt also noch 2 Wochen in meiner Gastfamilie wohnen. Und darauf hoffen, dass ich eine neue finde. Das Wohnen hier ist jetzt etwas unangenehm geworden, man versucht sich halt aus dem Weg zu gehen, es ist einfach auf einmal komisch. Und im Hinterkopf muss man an den Rematchprozess denken. Wird überhaupt eine Familie für mich gefunden? Wenn ja was wenn sie noch schlimmer ist? Geben sich die von der Organisation überhaupt genug Mühe, bzw kriege ich wirklich die bestmögliche Familie? Man hört halt manchmal so Sachen, kann man sich drüber streiten ob was dran ist. Ich kämpfe gerade auch mit mir ob ich überhaupt noch Lust habe weiterzumachen. Der Au Pair Job kotzt mich nämlich gerade etwas an. Nicht an sich aber nach den beiden Gastkindern jetzt, wurde mir erstmal der Appetit verdorben.
Ich hätte im moment eher Lust auf Work&Travel. So von wegen, Verantwortung nur für mich selber. So ein Ding. Ich bin voll neidisch auf Fredi und Kimy mit ihrem Neuseelandtrip. Leute ich erwarte noch ein Video! ;)
Samstag hatte ich noch mein Exit-interview. Das eigentlich nur daraus bestand, dass meine LCC nur nochmal die Formulare die wir eh schon ausgefüllt haben nochmal auf einem zusammengeschrieben hat und wir nochmal unterschrieben haben. Ach ja und sie hat mir vor L und R nochmal vorgebetet was es denn bedeutet ein Au Pair zu sein und dass dieser Job ja auch Verantwortung und Pflichten mit sich bringt. Ja danke als ob ich das nicht wüsste. Aber den Eltern sagen dass vielleicht bei den Kindern auch was falsch läuft, würde sich ein LCC natürlich nie trauen. In solchen Momenten ist es echt ärgerlich dass man die Sprache nicht perfekt beherrscht. An manche Themen traut man sich einfach nicht so ran wenn man nicht genügend Vokabeln kennt. Aber egal es ist vorbei, es hätte auch schlimmer ausgehen können. Und ich hab jetzt echt auch keinen Bock auf Beef mit den Gasteltern wo ich jetzt auch noch die nächsten Wochen hier wohnen muss. Ich kann mir auch genau vorstellen dass R da nicht so bock drauf hat. Kann ich auch verstehen hätte ich auch nicht an seiner Stelle. Ich sollte die Tage nochmal in die City fahren. Um wenigstens noch ein paar mal in NYC gewesen zu sein. Ich hab vieles auch noch nicht geschafft was ich in New York unternehmen wollte. Ich hatte ja noch nichtmal einen Plan was alles...
Was ich aus dieser Situation gelernt habe ist dass es sich nicht immer lohnt zu sparen. Manchmal muss man einfach sein Geld für das ausgeben was vor einem liegt und nicht für das aufsparen was vielleicht noch irgendwann in der zukunft möglich wird. Wenn man zu lange wartet, verpasst man Dinge die einem viel mehr bringen und glücklicher machen als die vermeintlichen großartigen Dinge auf die man spart. Immerhin lernt man sowas auf jeden Fall in seinem Auslandsjahr. Hätt ja auch nichtmal bisschen früher kommen können die Erkenntnis oder?
Gut Ich lege mich dann jetzt mal schlafen und werde die nächsten Tage/Wochen auf ein Wunder hoffen. Peace Out.

Mittwoch, 19. November 2014

170° Wendung


Ja... und er wechselt wieder auf deutsch. Ich springe gerne zwischen den Sprachen. Ne ich hab jetzt grad einfach keine Lust auf englisch. Mein Au Pair Jahr hat nämlich in den letzten Tagen eine sagen wir, 170 Grad Wendung gemacht. Ich hatte in den letzten Wochen teilweise Schwierigkeiten mit den Jungs, und dann später teilweise auch mit meinem Gastvater. Manche dieser Probleme sind meiner Meinung nach auf Missverständnisse zurückzuführen. Ich muss zugeben ich habe auch nicht immer mein bestes gegeben. Meine Gründe hatte ich dafür allerdings auch. Ich will jetzt auch nicht lange um den heißen Brei herumreden. Ich werde die Familie wechseln. Was die schöne Bezeichnung für: 2 Wochen bei meiner Local Childcare Coordinator wohnen, und hoffen dass mich noch eine andere Familie aufnehmen würde. Was, was ich aus Erfahrung sagen kann, in dieser Jahreszeit und meinem Geschlecht äußerst schwierig werden kann. Ansonsten, bin ich im Dezember schon wieder in Deutschland. Ja. Schöne Scheiße. Ich weiß immoment nicht wirklich was ich fühlen soll. Frustration?Weil allein der Weg hierher zukommen äußerst beschwerlich war und es jetzt droht nach nichtmal einem halben Jahr zusammenzubrechen? Das Geld das meine Eltern investiert haben um mir MEIN AuslandsJAHR zu finanzieren? Frustration vielleicht auch etwas weil ich mich nicht immer in der Lage fühle genau das den Leuten mitzuteilen was Ich wirklich sagen will? Weil ich nicht das Gefühl habe wirklich Kontrolle über die Dinge zu haben die mir passieren. Wut? Über J der wirklich ein kleiner verwöhnter... keine Ahnung mir fällt nichtmal eine Beschreibung dafür ein. Früher hätte man Rotzlöffel gesagt, aber das passt hier nicht. Sowas wie Rotzlöffel aus dem 21. Jahrhundert, der mich andauernd beilidigt, nicht respektiert, gestresst und durch sein Verhalten genervt hat. Sein Vater hat schon immerhin gemerkt dass Joseph ein Problem mit mir hat. Erstmal Hut ab dafür. Dann hat er mich doch aber tatsächlich gefragt was ICH denn dazu getan hätte, dass das Verhältnis zwischen mir und J sich etwas entschärft? Ich habe ihn andauernd gefragt, was das zum Henker soll, was sein verdammtes Problem mit mir ist und er mich nicht behandeln kann wie einen Menschen. Ich sollte ihn dann "erziehen", keine Ahnung es gab keine bessere Übersetzung. Klar ein 8 Jähriger Junge der mich schon anmeckert wenn ich ihn morgens Frage was ihm denn zum Frühstück machen kann. Der lässt sich bestimmt erziehen. Ansonsten war die Familie ja wirklich nett. Und großzügig was Freizeit und Bezahlung betraf. 
Mir fliegen gerade die Gedanken nur so durch den Kopf und ich schriebe sie hier einfach auf. 
Kurz nach meinem Gespräch mit meinem Gastvater als er mir sagte dass wir mit der LCC reden werden war ich kurzweilig auch glücklich. Neue Familie, neuer Start, neues Glück. Wie sich das entwickelt werden wir dann sehen. Ich habe auch noch keine Collegekurse belegt. Würde mir mein Rückflug dann von der Organisation bezahlt werden? Ich habe mein Jahr ja aber ja auch noch nicht zuende geführt. Sowas fliegt mir gerade durch den Kopf. Trauer und Verwirrung? Weil die Frage für die Schuld nie richtig beantowrtet werden kann. Und ich bin wirklich nicht der der anderen die Schuld für seine Fehler gibt. Es gibt auf beiden Seiten Argumente die auch beiden Seiten die Schuld geben. 
Na ja werden wir erstmal sehen wie das Gespräch abläuft. Ich weiß noch nicht wie es mit dem posten weiterläuft. Je nachdem was passiert. Wenn diese Phase überwunden ist, und ich doch noch in Amerika bin, werde ich natürlich wieder anfangen fleißig weiter zu posten. Im nächsten werde ich dann auch noch erzählen was jetzt in meiner Übergangsphase hier passiert ist.
Euer Kili