Also sie rangiert weit oben auf meiner liste der längsten 2 wochen. Was als "Transition" = Übergang, bezeichnet wird. Ich muss jetzt also noch 2 Wochen in meiner Gastfamilie wohnen. Und darauf hoffen, dass ich eine neue finde. Das Wohnen hier ist jetzt etwas unangenehm geworden, man versucht sich halt aus dem Weg zu gehen, es ist einfach auf einmal komisch. Und im Hinterkopf muss man an den Rematchprozess denken. Wird überhaupt eine Familie für mich gefunden? Wenn ja was wenn sie noch schlimmer ist? Geben sich die von der Organisation überhaupt genug Mühe, bzw kriege ich wirklich die bestmögliche Familie? Man hört halt manchmal so Sachen, kann man sich drüber streiten ob was dran ist. Ich kämpfe gerade auch mit mir ob ich überhaupt noch Lust habe weiterzumachen. Der Au Pair Job kotzt mich nämlich gerade etwas an. Nicht an sich aber nach den beiden Gastkindern jetzt, wurde mir erstmal der Appetit verdorben.
Ich hätte im moment eher Lust auf Work&Travel. So von wegen, Verantwortung nur für mich selber. So ein Ding. Ich bin voll neidisch auf Fredi und Kimy mit ihrem Neuseelandtrip. Leute ich erwarte noch ein Video! ;)
Samstag hatte ich noch mein Exit-interview. Das eigentlich nur daraus bestand, dass meine LCC nur nochmal die Formulare die wir eh schon ausgefüllt haben nochmal auf einem zusammengeschrieben hat und wir nochmal unterschrieben haben. Ach ja und sie hat mir vor L und R nochmal vorgebetet was es denn bedeutet ein Au Pair zu sein und dass dieser Job ja auch Verantwortung und Pflichten mit sich bringt. Ja danke als ob ich das nicht wüsste. Aber den Eltern sagen dass vielleicht bei den Kindern auch was falsch läuft, würde sich ein LCC natürlich nie trauen. In solchen Momenten ist es echt ärgerlich dass man die Sprache nicht perfekt beherrscht. An manche Themen traut man sich einfach nicht so ran wenn man nicht genügend Vokabeln kennt. Aber egal es ist vorbei, es hätte auch schlimmer ausgehen können. Und ich hab jetzt echt auch keinen Bock auf Beef mit den Gasteltern wo ich jetzt auch noch die nächsten Wochen hier wohnen muss. Ich kann mir auch genau vorstellen dass R da nicht so bock drauf hat. Kann ich auch verstehen hätte ich auch nicht an seiner Stelle. Ich sollte die Tage nochmal in die City fahren. Um wenigstens noch ein paar mal in NYC gewesen zu sein. Ich hab vieles auch noch nicht geschafft was ich in New York unternehmen wollte. Ich hatte ja noch nichtmal einen Plan was alles...
Was ich aus dieser Situation gelernt habe ist dass es sich nicht immer lohnt zu sparen. Manchmal muss man einfach sein Geld für das ausgeben was vor einem liegt und nicht für das aufsparen was vielleicht noch irgendwann in der zukunft möglich wird. Wenn man zu lange wartet, verpasst man Dinge die einem viel mehr bringen und glücklicher machen als die vermeintlichen großartigen Dinge auf die man spart. Immerhin lernt man sowas auf jeden Fall in seinem Auslandsjahr. Hätt ja auch nichtmal bisschen früher kommen können die Erkenntnis oder?
Gut Ich lege mich dann jetzt mal schlafen und werde die nächsten Tage/Wochen auf ein Wunder hoffen. Peace Out.
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